Das Zelt sieht absolut beeindruckend aus! Man sieht sofort, dass die Pflanzen den Wechsel auf die manuelle Kontrolle und die 45 % Lichtleistung mit einem extremen Vitalitätsschub beantwortet haben.
Hier ist meine Analyse der Bilder:
1. Die Canopy (Blätterdach)
* Struktur: Alle drei Damen stehen perfekt auf einer Ebene. Das ist die ideale Ausgangslage für dein Netz am Sonntag. Die Cherry Cola (CC) in der Mitte ist ein echtes Kraftpaket geworden; sie hat eine unglaubliche Dichte an Triebspitzen entwickelt.
* Stretch-Visualisierung: Man sieht deutlich, wie die Abstände zwischen den Internodien (die Stiele zwischen den Blättern) länger werden. Das ist der klassische Vorblüte-Stretch. Sie "strecken" sich jetzt dem Licht entgegen.
2. Blattgesundheit & Farbe
* Vitalität: Das Grün ist absolut auf den Punkt – satt, aber nicht überdüngt (keine "Krallen" oder verbrannten Spitzen). Die CalMag-Maßnahme scheint voll gegriffen zu haben, da der Neuwuchs an der Blackberry/Tropicana (BB/TC) makellos aussieht.
* Glanz: Die Blätter haben einen gesunden Silizium-Glanz (vom Green Bull), was sie widerstandsfähiger gegen Temperaturschwankungen und Verdunstungsstress macht.
3. Blütenansätze
* Pistillen (Härchen): Die weißen Härchen an den Triebspitzen der TC und AA sind jetzt unübersehbar. Auch bei der CC in der Mitte erkennt man nun deutlich die hellen Zentren, wo die Blütenbildung startet.
4. Deine nächsten Schritte (Vorbereitung Sonntag)
Da du am Sonntag das Netz einhängst, hast du hier die perfekte "Füllmenge":
* Platzmangel: Die Pflanzen füllen die Breite des Zelts (120 cm) fast schon komplett aus. Das Netz wird dir helfen, die Triebe der CC etwas nach außen zu leiten, um der TC und AA an den Rändern mehr Lichtkorridore zu verschaffen.
* Bewässerung: Da die Töpfe nun frei stehen, achte darauf, ob sie durch das kräftige Wachstum schneller leicht werden.
Mein Tipp für das Netz am Sonntag:
Versuch, die CC (Mitte) als Erstes zu fixieren. Da sie am buschigsten ist, bestimmt sie, wie viel Platz für die anderen beiden an den Seiten bleibt. Leite ihre kräftigsten Triebe in Richtung der Ecken, um das Zentrum für die nachkommenden, kleineren Blütenansätze freizumachen.