Willkommen zum Update! Die 5. Blütewoche ist durch und wir starten heute offiziell in Woche 6. Ich muss sagen, die Papaya Frosting von Berner Farms macht mir aktuell richtig Freude. Die Genetik zeigt hier im Gewächshaus eine unglaubliche Vitalität.
Das Fundament und der Aufbau:
Fangen wir unten an: Der Stamm hat mittlerweile einen Umfang von stolzen 6,3 cm erreicht. Da ist richtig Masse dahinter, fast wie ein kleiner Baum. Die Pflanze wurde von mir nie getoppt, die natürliche Dominanz ist also komplett erhalten geblieben. Ich habe sie stattdessen auf fünf starke Seitenarme und den Haupttrieb trainiert. Durch diese Struktur verteilen sich die Nährstoffe optimal. Mein selbstgebautes Gewächshaus (8m lang, 4m breit, 3m hoch) bietet ihr dafür den perfekten Platz. Die Luftzirkulation durch die großen Fenster funktioniert super, die Konstruktion ist unten komplett dicht, und die Pflanze nimmt den Biobizz Bio·Bloom Dünger hervorragend an.
Mein Canopy-Management mit zwei Netzen:
Um das Ganze bei dieser Größe sauber zu bändigen, arbeite ich mit zwei Scrog-Netzen. Das untere Netz sitzt bei 1,40 m zur Stabilisierung der Verzweigungen. Das obere Netz hatte ich eigentlich auf 2,50 m geplant, habe es jetzt aber flexibel auf 2,30 m runtergezogen, weil die Triebe genau darunter standen. So kriege ich perfekten Halt in die Krone. Die Hauptcolas stehen jetzt genau 20 cm über dem Netz. Zum Dach hin habe ich immer noch gute 40 bis 50 cm Puffer, was wichtig ist, damit sich oben unter den Platten keine Hitze anstaut.
Blütenentwicklung und Maße:
Die Blütenstruktur ist für diesen Zeitpunkt der Blüte phänomenal. Die Internodienabstände sind extrem kurz, die Buds stapeln sich richtig dicht. An den mittleren Armen sieht man schon zusammenhängende Blütenstränge von fast 20 cm Länge.
Das absolute Prachtstück ist aber der ungetoppte Haupttrieb: Die Hauptcola misst über 50 cm reine Blütenlänge und steht wie eine Eins über dem oberen Netz. Weil keine Triebspitze weggeschnitten wurde, geht hier die volle Kraft rein – die Buds wachsen zu einer einzigen, massiven Keule zusammen.
Überall sprießen frische, weiße Härchen und auf den Zuckerblättern legt sich langsam eine schöne, harzige Schicht ab – der namensgebende "Frost" kommt so langsam durch. Der Duft im Gewächshaus wird auch immer intensiver, eine richtig klebrig-süße Note nach reifer Papaya. Jetzt müssen die Buds in den nächsten Wochen nur noch ordentlich an Dichte zulegen. Ich halte euch auf dem Laufenden