Laughing Buddha – Blütewoche 2
Die zweite Blütewoche markiert einen kleinen Wendepunkt. Der Stretch scheint sich nun langsam dem Ende zuzuneigen und die Pflanze konzentriert sich zunehmend auf die eigentliche Blütenentwicklung. Mit rund 53 Trieben, die bereits das dritte Netz erreicht haben, ist das Kronendach inzwischen nahezu vollständig aufgebaut. Einige weitere Spitzen liegen nur knapp darunter und werden in den kommenden Tagen ebenfalls vom Netz gestützt werden. Damit ist die Grundlage für eine gleichmäßige Blütenfläche geschaffen.
In dieser Woche wurde die Lichtintensität noch einmal leicht erhöht. Statt der ursprünglich angepeilten 850 PPFD liegt die Beleuchtung nun bei etwa 920–930 PPFD. Die Laughing Buddha reagiert darauf ausgesprochen positiv. Es zeigen sich keinerlei Anzeichen von Lichtstress oder Überdüngung. Die Blätter präsentieren sich in einem satten Grün, die Triebe sind kräftig und vital und das gesamte Erscheinungsbild wirkt ausgesprochen gesund.
Auch das Klima konnte über die gesamte Woche hinweg sehr stabil gehalten werden. Die Temperaturen bewegten sich überwiegend im gewünschten Bereich, während die Luftfeuchtigkeit kontinuierlich weiter reduziert wurde. Dadurch stieg der VPD-Wert im Tagesverlauf zeitweise deutlich an, was für diese frühe Blütephase durchaus erwünscht ist. Trotz sommerlicher Außentemperaturen blieb das Klima insgesamt erstaunlich konstant.
Die Bewässerung wird inzwischen hervorragend durch die Bodensensoren unterstützt. Die Bodenfeuchtigkeit zeigt einen gleichmäßigen Verlauf mit klaren Trocken- und Bewässerungszyklen, ohne extreme Schwankungen. Auch die Bodentemperatur blieb stabil und der Boden-EC zeigt, dass weiterhin ausreichend Nährstoffe verfügbar sind. Dieses Zusammenspiel sorgt dafür, dass die Pflanze kontinuierlich arbeiten kann, ohne unnötigen Stress zu erfahren.
Besonders erfreulich ist der Zustand unterhalb des Kronendachs. Das konsequente Lollipopping der vergangenen Wochen zahlt sich nun sichtbar aus. Unter dem Blätterdach herrscht viel Luft und Platz, wodurch die Luftzirkulation deutlich verbessert wird. Gleichzeitig kann die Pflanze ihre gesamte Energie auf die oberen Blütenstände konzentrieren.
An den Blüten selbst zeigen sich inzwischen deutlich mehr Blütenhaare und die ersten kleinen Blütenbüschel beginnen sich zu verdichten. Noch steht die eigentliche Massebildung erst bevor, doch genau hier beginnt nun die Phase, auf die während der langen Vegetationszeit hingearbeitet wurde. Die Struktur wirkt sehr vielversprechend und die zahlreichen gleichmäßig verteilten Tops lassen auf eine beeindruckende Blütenfläche hoffen.
Insgesamt fühlt sich dieser Grow bislang außergewöhnlich rund an. Viele kleine Optimierungen aus den vergangenen Durchgängen greifen nun ineinander – vom SCROG über die Sensorik bis hin zur Klimaführung. Die Pflanze vermittelt den Eindruck, dass sie ihr volles Potenzial ausschöpfen kann. Jetzt heißt es vor allem Geduld bewahren und sie Woche für Woche arbeiten lassen. Die Erwartungen bleiben bewusst realistisch, doch die Vorfreude auf die kommenden Wochen ist größer denn je.