Einen wunderschönen guten Tag, liebe Grow-Community, und herzlich willkommen zur Woche 7 – Season Vol. 2 meines kleinen Outdoor-Projekts 2026.
Angefangen haben wir mit dem Etablieren einer Mulchschicht. Auf deren Vorzüge bin ich in meinem letzten Report genauer eingegangen (Woche 9). Kurz heruntergebrochen: Sie schützt vor Verdunstung, fördert das Bodenleben in den oberen Erdschichten und schafft durch ihren Schattenwurf ein deutlich angenehmeres Mikroklima. Das spielt letztendlich auch der Schädlingsabwehr in die Karten.
Der Mulch besteht aus Bio-Kleintierheu (Bio, weil pestizidfrei!). Das Heu bildet ein gutes Verhältnis aus braunem (pilzförderndem) und grünem (bakterienförderndem) Material.
Um die Aktivität der Mikroorganismen zusätzlich zu boosten, habe ich den Mulch noch einmal mit einem AACT (Actively Aerated Compost Tea) angesetzt. Auch hier verweise ich auf meinen letzten Report (Woche 5) . Neu ist allerdings, dass ich dieses Mal auf Melasse als Mikrobenfutter verzichtet und mich stattdessen für Rote-Bete-Saft entschieden habe. Dieser dient nicht nur als Nahrung für die Mikroorganismen, sondern versorgt den Tee zusätzlich mit Spurenelementen.
Leider musste ich noch einmal neues LAB ansetzen, da ich der Jauche doch nicht ganz über den Weg traue. Sie hat in den letzten Tagen einen doch sehr starken Ammoniakgeruch angenommen, was kein gutes Zeichen ist. So kann ich euch aber noch einmal zeigen, wie ich das Ganze from scratch ansetze. Also: Reis gewaschen und das Wasser anschließend für drei Tage an einem dunklen Ort stehen gelassen. Sobald es leicht süßlich riecht, wird es im Verhältnis 1:10 mit Milch vermischt und erneut stehen gelassen, bis sich der Käsebruch von der Molke trennt. Auf die Weiterverarbeitung gehe ich dann im nächsten Report ein.
Aber nun zu den Damen. Ich habe mir erlaubt, hier und da ein oder zwei Blätter zu entfernen, um den Seitentrieben etwas mehr Raum zu geben. Und es scheint die richtige Entscheidung gewesen zu sein. Der Pink-Guava-Nachzügler hat sich nun auch endlich zu den anderen gesellt – zwar in einem 75-Liter-Topf, da mein Growshop des Vertrauens leider keine 55-Liter-Töpfe mehr hatte.
Die Pflanzen machen einen super vitalen Eindruck und ich bin mehr als hyped, in welche Richtung sie sich entwickeln werden. Die Ocean Storm weist eine kleine Panaschierung auf – oder eine perikline Chimäre für euch Pflanzen-Nerds da draußen. Mal schauen, wie sie sich im Speziellen weiterentwickelt.
Soooo, wieder genug Text für drei Harry-Potter-Bücher. Das soll's für diese Woche gewesen sein.
Nächstes Wochenende wird getoppt und eventuell der ein oder andere Steckling geschnitten. Bleibt also gespannt!
Euch noch eine schöne Restwoche!
Peace