Blütewoche 8 (Beginn) – Papaya Frosting
Der Oktober hat begonnen und wir sind jetzt am Ende der 7. und am Anfang der 8. Blütewoche angekommen.
Draußen zeigt sich der Herbst von seiner ungemütlichen Seite mit Dauerregen und einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit. Im Gewächshaus ist das Klima dagegen absolut perfekt. Es kommt kein Tropfen Wasser rein und alles bleibt knochentrocken. Morgens ist das Gewächshaus von außen zwar komplett feucht, aber von innen ist es total trocken – die Luftzirkulation passt einfach phänomenal.
Die Nährstoffzufuhr habe ich plangemäß seit letzter Woche komplett eingestellt, sodass die Pflanze jetzt anfängt, sich leicht aufzuhellen und die letzten Reserven aus den Blättern zu ziehen.
Entwicklung der Knospen:
Die Blüten legen im Moment noch einmal massiv an Gewicht und Dichte zu. Die Pflanze reift allerdings nicht überall komplett gleichmäßig:
• Vorderer und mittlerer Bereich: Hier stehen die riesigen Haupttriebe und die Blüten aus der mittleren Etage voll in der Massephase. Ein Haupttrieb misst von der Hand bis zur Spitze unfassbare 60 Zentimeter! Selbst im mittleren Bereich sind die Knospencluster bereits über 15 cm lang und 5 bis 6 cm breit. Diese Knospen sind im Kern zwar schon richtig prall und fleischig, aber an der Oberfläche schieben sie immer noch kontinuierlich frische, hellgrüne Blütenkelche nach. Es gibt dort noch jede Menge lange, aufrechte weiße Härchen (Stigmen), was zeigt, dass dieser Bereich immer noch fleißig neue Blütenmasse produziert.
• Hinterer Bereich: Dieser Teil ist im Reifeprozess deutlich weiter voraus (vorgereift). Hier hat sich die Struktur der Buds bereits komplett geschlossen und die Kelche sind maximal prall angeschwollen. Die weißen Härchen sind hier schnell vollständig eingetrocknet, gekräuselt und tiefbraun verfärbt. Außerdem zeigt sich hier bereits ein extrem dichter, eisiger Harzteppich („Frost“) auf den Blüten und Zuckerblättern.
Die Knospen nutzen die anbrechende 8. Woche optimal aus, um von innen heraus anzuschwellen und maximal kompakt zu werden.